· Pressemitteilung

Große Katastrophenschutz - Vollübung im Landkreis Augsburg

Explosionen und ein Brand: Hunderte Einsatzkräfte proben in Gersthofen den Ernstfall.

Bei einer groß angelegten Katastrophenschutzübung im Industriepark Gersthofen probten rund 500 Einsatzkräfte den Ernstfall. Das vom Landratsamt Augsburg organisierte Szenario simulierte eine außergewöhnliche Schadenslage: Zwei Passagierflugzeuge kollidierten über dem Industriepark und stürzten ab. Die Folgen waren mehrere Brände, zahlreiche Verletzte sowie der Austritt gefährlicher Stoffe.

Im Mittelpunkt der Übung stand unter anderem ein Brand auf dem Dach des Wasserwerks. Dichter Rauch, simulierte Explosionen und verletzte Personen sorgten für eine realitätsnahe Einsatzsituation. Feuerwehrkräfte retteten Betroffene aus dem Gebäude und bekämpften das Feuer.

Gleichzeitig wurde ein weiterer Flugzeugabsturz im Industriepark angenommen. Dabei wurden eine Rohrbrücke und ein Kesselwagen beschädigt, wodurch Gefahrstoffe austraten. Neben der Werkfeuerwehr waren zahlreiche Feuerwehren aus dem Landkreis, das Technische Hilfswerk, das Bayerische Rote Kreuz sowie die Polizei im Einsatz. An mehreren Einsatzstellen arbeiteten die Helfer parallel an Brandbekämpfung, Menschenrettung und Gefahrstoffabwehr.

Da im Industriepark mit chemischen Stoffen gearbeitet wird, gehörte auch der Bevölkerungsschutz zur Übung. Die Einsatzleitung ließ Sirenen auslösen und testete die Warnung der Bevölkerung. Zudem wurde das Bürgertelefon aktiviert, um die Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern im Krisenfall zu erproben.

Die Übung dauerte knapp vier Stunden und wurde von der Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landratsamtes Augsburg koordiniert. Ziel war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren und Abläufe für den Ernstfall zu optimieren. Nach Angaben der Verantwortlichen werden solche Übungen regelmäßig durchgeführt, um auf komplexe Schadenslagen bestmöglich vorbereitet zu sein.