Ausrichter waren der BRK-Kreisverband Augsburg-Land und die Kreiswasserwacht-Jugend. Mit dabei waren Ortsgruppen aus allen drei beteiligten Kreisverbänden: Augsburg-Land, Aichach-Friedberg und Augsburg-Stadt. Allein Augsburg-Land bringt 14 Wasserwacht-Ortsgruppen ein, Aichach-Friedberg sechs und Augsburg-Stadt fünf.
Nach Angaben der Veranstalter gingen 50 Mannschaften in drei Altersstufen an den Start: Stufe 1 mit Kindern von 6 bis 9 Jahren, Stufe 2 mit 10 bis 12 Jahren und Stufe 3 mit 13 bis 16 Jahren. Pro Mannschaft waren bis zu sechs Kinder und zwei Betreuer dabei, ab Stufe 2 als gemischte Teams. Insgesamt nahmen rund 370 junge ehrenamtliche Wasserwachtlerinnen und Wasserwachtler teil. Hinzu kamen etwa 100 ehrenamtliche Helfer, die das Wochenende überhaupt erst möglich machten.
Dass die Veranstaltung so reibungslos lief, war kein Zufall. Die Vorbereitung begann bereits im November 2025 mit einer Planungshütte, an der rund 50 Menschen beteiligt waren. Seit dem 13. März lief der Aufbau. Hauptverantwortlich für die Organisation waren Giulia Vasciarelli, Julian Happernagl, Ulrich Egger und Valentin Wohlfarth. Unterstützt wurden sie in enger Zusammenarbeit mit Lena Hörmann aus der Kreisjugendleitung Aichach-Friedberg.
Im Wasser stand das im Mittelpunkt, was die Wasserwacht ausmacht: altersgerechte Schwimm- und Rettungsdisziplinen, bei denen Technik, Ausdauer, sicheres Verhalten und Verantwortungsbewusstsein gefragt waren. Vor allem aber zeigte sich dort Teamarbeit ganz praktisch, denn in jeder Staffel schwammen vier Kinder gemeinsam für ihr Team. Es ging nicht nur darum, schnell zu sein, sondern sich aufeinander verlassen zu können.
An Land warteten Theorie- und Praxisstationen, die in Sechserteams mit je zwei Betreuern durchlaufen wurden. Vieles davon hatten die Kinder und Jugendlichen bereits in den Gruppenstunden vorbereitet. Geprüft wurden Wissen, Aufmerksamkeit und Handlungssicherheit in Tests und Fallbeispielen. Die Themen wechselten wie gewohnt im Turnus und reichten diesmal von Natur- und Tierschutz über Blutspende bis zu den Strukturen der Wasserwacht Bayern, Ausbildungsmöglichkeiten im BRK und Theorie zum Rettungsschwimmen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Ersten Hilfe. Gefordert war das gesamte Spektrum eines regulären Erste-Hilfe-Kurses: Herz-Lungen-Wiederbelebung, stabile Seitenlage, Wundversorgung und Patientenbetreuung. Dazu kamen realitätsnahe Fallbeispiele, abgestimmt auf die Altersstufen: eine Verbrühung in Stufe 1, eine Amputation in Stufe 2 und ein Autounfall mit Reanimation in Stufe 3. Bewertet wurden dabei nicht nur die fachlich richtige Versorgung, sondern auch Kommunikation, Fairness, Teamstrategie und Kooperationsfähigkeit.
Dass der JuBeL mehr ist als ein klassischer Wettbewerb, zeigte auch der Kreativteil. Unter dem Thema Gewässerschutz setzten sich die Teams mit den Folgen von Plastikmüll auseinander und gestalteten aus angefallenem Wettbewerbsmaterial eigene Kunstwerke. Diese wurden anschließend vor einer Jury präsentiert und bewertet. So wurde aus Theorie Haltung und aus Haltung etwas Sichtbares.
Auch das Abendprogramm war bewusst auf Begegnung ausgelegt. Mit Material und Angeboten des Kreisjugendrings, Human Soccer, Hüpfburg, zusätzlichem Sportprogramm, einem Völkerballturnier, Glitzertattoos und einem gemeinsamen Filmabend wurde aus dem Wettbewerb ein Wochenende, das vielen nicht wegen einzelner Platzierungen, sondern wegen des Miteinanders in Erinnerung bleiben dürfte.
Besuch bekam die Veranstaltung ebenfalls: vor Ort waren unter anderem die stellvertretende Landrätin Sabine Grünwald, die Landtagsabgeordnete und Staatsministerin a. D. Carolina Trautner, Kreisvorsitzender des BRK Kreisverbandes Harald Güller, BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Haugg, Max Markmiller als Vorsitzender der Kreiswasserwacht Augsburg-Land, Fabian Wamser als Justiziar des BRK-Kreisverbands Augsburg-Land sowie Schwabmünchens Erster Bürgermeister Lorenz Müller.
Für die Verpflegung sorgten die Ulrichswerkstätten Augsburg. Unterstützung kam zudem von Schöffel PRO aus Schwabmünchen, die 500 T-Shirts als Sachspende beisteuerten.
Sportlich besonders erfolgreich waren am Ende die Teams aus Dinkelscherben und Steppach.
Mit ihren Leistungen sicherten sie sich die Qualifikation für den Bezirkswettbewerb am kommenden Wochenende in Krumbach.
Was in Schwabmünchen zu sehen war, war damit weit mehr als ein Jugendwettbewerb. Der JuBeL hat gezeigt, wie stark Jugendarbeit dann ist, wenn sie Leistung mit Sinn verbindet. Hier ging es um Sport, Erste Hilfe, Umweltbildung und soziales Lernen. Vor allem aber ging es um Begegnung, Gemeinschaft und gelebtes Ehrenamt. Genau das macht diese Veranstaltung seit Jahrzehnten so wertvoll.







